Bilder ..

Da ich am Wochenende nicht bei meinen Eltern bin, sondern bei meinem Freund lebe, leiht sich meine kleine Schwester sehr oft meinen Laptop aus, um damit zu surfen.
Sie weiß anscheinend nicht, dass ein Foto, was man löscht, nicht weg ist, sondern im Papierkorb landet. Als ich den gerade leeren wollte, fielen mir einige Bilder in die Hand, die mich sehr erschreckt haben. Sie hat ihre Narben fotografiert mit dem Text "Why can't you see how sad I am?" oder ihre Beine mit den Worten "Never thin enough" ..
Sehr sehr sehr beunruhigend. Ich weiß nicht mehr, ob ich es verantworten kann, dass sie zu Hause ist.
Meiner Meinung nach, gehört sie in eine Klinik, in der sie lernt, mit sich und ihren Gefühlen umzugehen und ihr Essverhalten in den Griff bekommt.

Aber ich habe da nicht wirklich Entscheidungsgewalt.

Was soll ich tun? Meiner Mutter diesen Schritt nahelegen? Meine Eltern wollen abwarten, bis sie ihren Termin bei einer Psychologin hatte. Das ist in einem Monat. Ich weiß nicht, ob das so klug ist.

Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll.

2 Kommentare 31.1.13 11:46, kommentieren

Unsere Situation .. unser Umgang!

Auch wenn ich diese Infos schon in meinem vorletzten Blog gegeben habe, werde ich unsere Situation in der Familie kurz zusammenfassen:

Meine kleine Schwester (15) ist Bulimiekrank, außerdem hat sie erste Anzeichen von Borderline. Wie lange sie schon darunter leidet weiß ich nicht genau, mir hat sie es kurz vor Weihnachten erzählt, meine Eltern wussten es da schon mehrere Wochen.
Ich habe es allerdings auch nur erfahren, weil ich sie beim Ritzen erwischt habe und sie es mir dann nicht mehr verheimlichen konnte.

Meine kleine Schwester besucht seit einiger Zeit eine Beratungsstelle für suchtkranke Jugendliche und hat auch ende Februar einen Termin bei einer Jugendpsychologin. Diese hat ihr in einem Telefongespräch nahe gelegt, sich eine Klinik auszusuchen, da man diese Krankheit selten ambulant behandeln kann. Meine kleine Schwester will das natürlich nicht. Sie erzählt fast niemandem davon und wenn sie tatsächlich für mehrere Wochen oder sogar Monate in eine stationäre Einrichtung müsste, könnte sie das nicht mehr verheimlichen.
Ich kann diese Angst verstehen, allerdings würde ich sie auch zwingen, wenn das ihre einzige Chance ist.

Da sie mit meinen Eltern so gut wie nie spricht und auch sonst nur wenige Menschen hat, denen sie sich anvertrauen kann, denke ich auch, dass es das Beste für sie wäre.

Meine Eltern sagen nicht viel dazu. Ich habe immer das Gefühl, sie machen sich mehr Sorgen um ihren "guten Ruf", obwohl ihnen das nichtmal ähnlich sieht. Sie machen sich Sorgen, aber sie gehen auch nicht wirklich auf meine kleine Schwester zu.

Meine Mutter hat keine Kraft mehr sich zu kümmern, sie hat aufgegeben, resigniert. Das finde ich sehr schade, aber leider auch sehr verständlich. Diese ganze Geschichte zieht einfach einen ungeahnten Rattenschwanz nach sich. Die Krankheit meiner Schwester an sich ist schon eine große Belastung für die ganze Familie, aber da dadurch auch ihre Noten in der Schule leiden, ist nun auch ihre Zukunft gefährdet, was uns allen sehr große Sorgen bereitet.
Da sie sich nicht helfen lässt (Nachhilfe usw. wird abgelehnt) können wir nicht viel tun, außer dabei zu sehen, wie sie sich ihr Leben zerstört. Ich weiß, dass sie ihr Verhalten später bereuen wird, aber ich kann sagen was ich will, es hilft alles nichts.

Mein Vater ist wie alle Väter denke ich, nicht unbedingt in der Lage dazu, seine Gefühle zu zeigen. Er versucht so gut es geht, die Familie zusammen zu halten und meiner Mutter eine Stütze zu sein. Aber ich denke, dass es ihn mehr belastet, als er zugibt.

Ich persönlich bin mittlerweile an einem Punkt, an dem ich nicht mehr weiß, wie ich mich fühlen soll. Am Anfang hatte ich große Angst um meine kleine Schwester, Angst, dass sie sich etwas antut. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass vieles nur Show ist. Sicher kann ich da nicht sein, aber es ist besser an eine gute Schauspielerin zu glauben, als an eine suizidgefährdete Schwester. Jedenfalls für den eigenen Gemütszustand.

2 Kommentare 29.1.13 16:54, kommentieren

Ertragen oder Flüchten?

Diese Frage musste ich mir früher oder später wohl stellen. Soll ich flüchten vor meiner Familie und meine Eltern mit ihrer Verantwortung allein lassen, oder soll ich bleiben und die Situation weiter ertragen?
Ich habe nicht das Gefühl, dass ich hier irgendwie helfen kann und damit kann ich zur Zeit nicht umgehen.

Ich könnte zu meinem Freund ziehen, mein Leben einfach fortsetzen und meine Familie allein lassen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das gut ist, oder ob es negative Auswirkungen hätte. Manchmal glaube ich, meine kleine Schwester macht das alles nur, um im Mittelpunkt zu stehen, Aufmerksamkeit zu bekommen. Das denke ich nur, weil das Problem mit meinem Wieder-Einzug hier begonnen hat. Jedenfalls ca. zur gleichen Zeit.
Wahrscheinlich ist es nur ein Erklärungsversuch, der nicht ganz realistisch ist.

Situation weiter ertragen?
Flüchten?
Was soll ich tun? Was würdet ihr tun?

29.1.13 16:34, kommentieren

Ich werde noch Wahnsinnig!!

Um mein Problem zu verstehen muss ich einige Wochen zurück gehen und etwas erklären. Meine kleine Schwester ist krank, psychisch krank. Sie hat Bulimie, außerdem ritzt sich. Oder hat das ein paar Mal gemacht. Man sollte meinen, dass ich Mitleid dafür empfinde, aber ich kann das nicht. Sie hat damit angefangen, aus welchen Gründen auch immer. Auf jeden Fall freiwillig. Niemand hat sie gezwungen zu Essen und zu Kotzen, niemand hat ihr eine Rasierklinge in die Hand gelegt und sie dazu gezwungen sich damit die Arme aufzuschneiden. Vielleicht klingt das Gefühlskalt, vielleicht ist es das auch, aber ihr werdet noch verstehen, wieso ich so darüber denke. Denn meine kleine Schwester, und damit komme ich auf den heutigen Tag zu sprechen, erpresst meine Eltern mit ihrer Krankheit. Meine Eltern sind wirklich tolle Menschen und waren in ihrer Erziehung eigentlich immer sehr klar und selten inkonsequent. Damit ist aber nun Schluss wie sich zeigt, denn sie haben offensichtlich Angst meiner kleinen Schwester etwas zu verbieten. Aus Angst, dass sie sich Etwas antut, sagen sie einfach zu allem "Ja und Amen". Ich halte das für absolut falsch. Wie soll ein Kind von 15 lernen, dass es Grenzen gibt, wenn sie ihr niemand zeigt und diese auch konsequent einhält? Heute Abend ging es darum, dass sie bereits seit 3 Tagen nicht mehr bei ihrem Praktikum war, ihrer Aussage nach, weil sie krank ist. Allerdings will sie heute Abend feiern gehen und niemand sagt etwas. Außer mir. Ich finde es nämlich falsch, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes Krank feiern darf.

1 Kommentar 26.1.13 19:11, kommentieren

Hahah

I'm hardly a girls girl, but I will go gay for pay!

1 Kommentar 23.1.12 14:41, kommentieren